Eine CNC-Maschine kann zwar präzise schneiden, aber sie kann nicht automatisch erkennen, ob sich das Werkstück an der richtigen Stelle befindet.
Genau dort nehmen viele Probleme bei der spanenden Bearbeitung ihren Anfang.
Die Aufspannung mag korrekt aussehen und das Programm mag geprüft sein. Wenn das Werkstück jedoch verschoben oder gekippt ist, auf Spänen liegt oder der falsche Bezugspunkt verwendet wird, kann die Maschine dennoch ein fehlerhaftes Teil mit höchster Genauigkeit fertigen.
Die Qidu Funksonde DRP40-P2 soll dieses Risiko verringern. Es hilft der Maschine dabei, die tatsächliche Werkstückposition zu ermitteln, das Koordinatensystem zu korrigieren, wichtige Merkmale zu überprüfen und den Vorgang anzuhalten, bevor ein Einrichtungsfehler zu Ausschuss führt.
Bei einem Bearbeitungszentrum handelt es sich um einen praktischen Kontrollpunkt zwischen der Maschine, dem Bediener und dem Werkstück.

Kurze Antwort
Ein Radio CNC-Tastsystem ist ein auf der Spindel montiertes Messgerät. Es berührt das Werkstück und sendet ein Triggersignal an die CNC-Steuerung.
Mit dem richtigen Abtastzyklus kann dies der Maschine helfen:
- Ermitteln Sie den Bezugspunkt des Werkstücks
- Arbeitsversätze festlegen oder korrigieren
- Mittelpunkte von Bohrungen oder Vorsprüngen ermitteln
- Teilwinkel prüfen
- Lagerbestand bestätigen
- Ausgewählte Merkmale nach der Bearbeitung vermessen
- Den Zyklus unterbrechen, wenn das Ergebnis außerhalb des sicheren Bereichs liegt
Einfach ausgedrückt:
Der Messtaster teilt der CNC-Maschine mit, wo sich das eigentliche Werkstück befindet.
Diese Informationen tragen dazu bei, den manuellen Rüstzeitaufwand zu reduzieren, Fehler zu vermeiden und vermeidbaren Ausschuss zu verhindern.
Warum eine Funksonde verwenden?
Die manuelle Einrichtung funktioniert weiterhin. Ein sorgfältiger Bediener kann Kanten erkennen, den Z-Nullpunkt festlegen, das Werkstück angeben und die Versätze manuell eingeben.
Die manuelle Einrichtung hängt jedoch von der benötigten Zeit, der Aufmerksamkeit und den Gewohnheiten des Bedieners ab.
Ein Radio-Tastsystem verwandelt viele dieser Schritte in einen wiederholbaren CNC-Ablauf. Anstatt jede Kante einzeln anzufahren und Werte manuell einzugeben, berührt der Taster die erforderlichen Oberflächen und hilft der Maschine dabei, die tatsächliche Position zu berechnen.
Dies ist nützlich, wenn:
- Berufe wechseln häufig
- Mehrere Bediener nutzen dieselbe Maschine
- Werkstücke sind teuer
- Der Spielplan wird häufig geändert
- Gussteile oder Rohlinge variieren
- Die Einrichtung des ersten Werkstücks dauert zu lange
- Manuelle Versatzfehler haben zu Ausschuss geführt
Das Ziel besteht nicht darin, erfahrene Bediener zu ersetzen. Das Ziel ist es, ihnen dabei zu helfen, schneller und gleichmäßiger zu arbeiten.
Warum Funkübertragung wichtig ist
Die Funkübertragung ist nützlich, wenn eine optische Kommunikation schwierig ist.
In der Praxis können große Werkstücke, Aufspannvorrichtungen, Drehtische, Halterungen und Maschinenabdeckungen die Sicht behindern. Ein Funksensor verschafft der Spindel mehr Freiheit, um von verschiedenen Positionen aus Messungen durchzuführen.
Der DRP40-P2 nutzt eine 2,4-GHz-Funkübertragung, unterstützt einen 360°-Übertragungsbereich und hat eine angegebene Reichweite von 15 m. Damit eignet er sich für viele Bearbeitungszentren, in denen eine stabile Kommunikation von entscheidender Bedeutung ist.
Für den Bediener liegt der Vorteil auf der Hand: Die Sonde lässt sich wie ein normales Werkzeug bewegen, misst dort, wo es nötig ist, und kommuniziert kabellos.
Anwendung 1: Automatische Werkstückvermessung
Die Werkstückvermessung ist eine der häufigsten Antastaufgaben.
Der Taster berührt die ausgewählten Oberflächen des Werkstücks. Das CNC-System ermittelt anhand dieser Berührungspunkte die tatsächliche Koordinatenposition.
Die Sonde kann beispielsweise Folgendes messen:
- Die obere Fläche für Z-Null
- Die Seitenfläche für die X-Position
- Die Vorderseite für die Y-Position
Mit dem richtigen Makro kann die CNC-Steuerung das aktive Koordinatensystem aktualisieren, beispielsweise mit G54.
Dadurch verkürzt sich die Einrichtungszeit und ein häufiger Fehler wird vermieden: zwar korrekt gemessen, aber der Wert falsch eingegeben.
Anwendung 2: Automatische Zentrierung
Bei vielen Bauteilen muss die Maschine den tatsächlichen Mittelpunkt einer Bohrung, eines Vorsprungs, einer kreisförmigen Aussparung oder eines runden Rohlings ermitteln.
Der Messtaster kann gegenüberliegende Seiten des Merkmals berühren und die Mitte automatisch berechnen.
Dies ist nützlich für die Nachbearbeitung, neu eingespannte Werkstücke, Formhohlräume, Gussmerkmale und Werkstücke, die sich nicht allein durch Anschläge perfekt positionieren lassen.
Wenn die Maschine den tatsächlichen Mittelpunkt kennt, kann der nächste Arbeitsschritt dem tatsächlichen Werkstück folgen, anstatt einer angenommenen Position.
Anwendung 3: Winkelkorrektur
Ein Teil kann fest eingespannt sein und dennoch in einem leichten Winkel sitzen.
Bei einer langen Platte oder einem langen Gussteil kann sich ein kleiner Winkelabweichung am anderen Ende des Teils zu einer großen Positionsabweichung auswirken.
Ein Funkmesstaster kann zwei Punkte entlang einer Referenzkante abtasten und so zur Berechnung des tatsächlichen Werkstückwinkels beitragen. Je nach CNC-Steuerung und Makro kann die Maschine diesen Winkel ausgleichen oder anhalten, damit der Bediener eine Korrektur vornehmen kann.
Dadurch wird die Aufspannung sicherer, insbesondere bei langen, teuren oder schwer zu positionierenden Werkstücken.
Anwendung 4: Maßprüfung nach der Bearbeitung
Ein Messtaster kann zudem ausgewählte Merkmale nach einem Bearbeitungsschritt überprüfen.
Beispielsweise kann der Messtaster nach dem Schruppen einer Bohrung prüfen, ob die Bohrposition korrekt ist und ob noch genügend Material für die Schlichtbearbeitung vorhanden ist. Nach der Schlichtbearbeitung kann er ein Maß von entscheidender Bedeutung prüfen, bevor das Werkstück entnommen wird.
Das macht die CNC-Maschine noch nicht zu einem vollwertigen Koordinatenmessgerät. Kühlmittel, Späne, Wärme und die Maschinengeometrie können die Messung weiterhin beeinflussen.
Für die Prozesssteuerung ist die Prüfung direkt in der Maschine jedoch von großem Nutzen, da das Werkstück noch eingespannt ist. Ist eine kleine Korrektur möglich, hat die Maschine noch die Möglichkeit, darauf zu reagieren.
DRP40-P2 – Produkt-Highlights
Der DRP40-P2 ist für den praktischen Einsatz in CNC-Bearbeitungsumgebungen konzipiert.
Zu den wichtigsten Highlights zählen:
- Funkübertragung
- Aktivierung des M-Codes
- 2,4-GHz-Betriebsfrequenz
- 360°-Übertragungsbereich
- 15 m Reichweite
- Wiederholgenauigkeit von weniger als 1 μm unter den angegebenen Prüfbedingungen
- IP68-Dichtung
- Mehr als 10 Millionen Auslöser für das Leben
- Automatische Kanalumschaltung
- Niederspannungs- und Fehlermeldungen
- DRR-PRO-Empfänger mit magnetischer Befestigung und Überwachung des Sondenzustands
Diese Details sind wichtig, weil ein Messtaster in einer echten Maschine zum Einsatz kommt und nicht auf einem sauberen Schreibtisch. Kühlmittel, Späne, Werkzeugwechsel, Vibrationen und der tägliche Einsatz wirken sich alle auf die Zuverlässigkeit aus.
| Spezifikation | DRP40-P2 |
|---|---|
| Artikel Nr. | DRP40-P2 |
| Wiederholbarkeit, Genauigkeit | < 1 μm, 50-mm-Taster, Messgeschwindigkeit 50–200 mm/min |
| Auslöserichtung | ±X, ±Y, +Z |
| Auslösekraft | XY-Ebene: 0,5–0,9 N / Z-Richtung: 6,2 N |
| Schutzbereich | XY-Ebene: ±12,5° / Z-Richtung: 6,2 mm |
| Signalübertragungsmodus | Funkübertragung |
| Reichweite | 15 m |
| Auslöselebensdauer | > 10 Millionen Auslöser |
| Übertragungswinkel | 360°-Übertragungsbereich |
| Häufigkeit | 2,4 G |
| Anzahl der Frequenzkanäle | 83 |
| Kanalwechsel | Intelligentes Frequenzspringen |
| Aktivierung des Getriebes | M-Code |
| Gewicht ohne Schaft | 220 g |
| Batteriemodell | 2 × 14250-Lithium-Batterien |
| Akkulaufzeit – Standby | 300 Tage |
| Batterielebensdauer – 3.000 Auslösungen/Tag | 260 Tage |
| Batterielebensdauer – 8.000 Auslösungen/Tag | 200 Tage |
| Batterielebensdauer – 15.000 Auslösungen/Tag | 175 Tage |
| Akkulaufzeit – Dauerbetrieb | > 3 Millionen Auslöser |
| Versiegeln | IP68 |
| Betriebstemperatur | 0–60 °C |
Was macht den DRR-PRO-Empfänger so nützlich?
Eine Funksonde benötigt einen zuverlässigen Empfänger.
Der DRR-PRO-Empfänger empfängt das Messtastersignal und leitet es an das CNC-System weiter. Er unterstützt die Echtzeit-Überwachung des Messtasterstatus, eine Warnung bei niedrigem Batteriestand, Fehlermeldungen sowie flexible Ausgabemodi.
Das magnetische Befestigungssystem erleichtert zudem die Montage, insbesondere wenn die Position des Empfängers während der Installation angepasst werden muss.
Für Maschinenbauer und Serviceteams bedeutet eine einfachere Installation, dass weniger Zeit für die Montage und Einstellung aufgewendet werden muss.

Was ein Funk-Messtaster nicht kann
Ein Messtaster ist nützlich, aber er ist kein Wundermittel.
Eine abgenutzte Maschine lässt sich dadurch nicht präzise machen. Wenn die Maschine Spiel, thermische Abweichungen, Spindelprobleme oder eine mangelhafte Geometrie aufweist, können sich diese Probleme auf das Ergebnis auswirken.
Außerdem kann er nicht durch Absplitterungen oder Grate hindurch messen. Der Taststift misst die erste Oberfläche, die er berührt. Ist diese Oberfläche eine Absplitterung, ist das Ergebnis falsch.
Zudem ersetzt es die Endkontrolle nicht vollständig. Bei Teilen mit engen Toleranzen oder regulierten Teilen sind unter Umständen weiterhin spezielle Prüfgeräte erforderlich.
Der beste Einsatzbereich eines Funkmesstasters ist die Prozesssteuerung: schnellere Einrichtung, sicherere Prüfung und frühzeitigere Problemerkennung.
So erzielen Sie bessere Ergebnisse
Für eine stabile Abtastung sollten Sie folgende bewährte Vorgehensweisen befolgen:
- Reinigen Sie die Werkstückoberfläche vor der Abtastung.
- Verwenden Sie den kürzesten praktikablen Stift
- Nach der Installation oder nach einem Wechsel des Schreibstifts kalibrieren
- Die Maschine vor Präzisionsarbeiten aufwärmen
- Überprüfen Sie die Kommunikation mit dem Empfänger in realen Messpositionen
- Sichere Grenzwerte im Testprogramm festlegen
- Vermeiden Sie umfangreiche automatische Korrekturen ohne vorherige Überprüfung
Bei einer guten Messung geht es nicht nur darum, das Werkstück zu berühren. Es geht darum, zu wissen, was die Messung bedeutet.
Ist der DRP40-P2 das richtige Modell für Ihre Maschine?
Der DRP40-P2 könnte genau das Richtige für Sie sein, wenn Sie Folgendes möchten:
- Reduzierung des manuellen Einrichtungsaufwands
- Verbesserung der Werkstückpositionierung
- Vermeiden Sie Fehler bei der Erfassung von Gegenbuchungen
- Teile direkt an der Maschine vermessen
- Unterstützt automatische Zentrierung und Winkelkorrektur
- Verbesserung der Prozessstabilität
- Vorbereitung auf die automatisierte Bearbeitung
Es eignet sich besonders für Bearbeitungszentren, bei denen Funkübertragung, große Reichweite und stabile Kommunikation wichtig sind.
Brauchen Sie Hilfe bei der Auswahl?
Jede CNC-Maschine ist anders. Die richtige Antastlösung hängt von der Steuerung, der Maschinengröße, der Aufspannvorrichtung, der Taststiftlänge und der Messaufgabe ab.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der DRP40-P2 zu Ihrer Maschine passt, teilen Sie Qidu bitte Ihr Maschinenmodell, die CNC-Steuerung, die Art des Werkstücks und die Maßanforderungen mit.
Unser Team hilft Ihnen gerne dabei, vor dem Kauf die richtige Sonde, die Empfängerkonfiguration und die Anwendungsrichtung zu bestätigen.

FAQ
Wofür wird das DRP40-P2 verwendet?
Es wird zur Werkstückausrichtung, zur automatischen Zentrierung, zur Winkelkorrektur und zur Maßprüfung an CNC-Bearbeitungszentren verwendet.
Kann es Arbeitsversätze automatisch festlegen?
Ja. Mit dem richtigen Abtastmakro kann es dabei helfen, die Position des Werkstücks zu messen und das Koordinatensystem zu aktualisieren.
Warum sollte man sich für einen Funk-Messtaster entscheiden?
Die Funkübertragung ist sinnvoll, wenn eine stabile drahtlose Kommunikation im gesamten Maschinenbereich erforderlich ist, insbesondere dort, wo die Sichtverbindung unterbrochen sein könnte.
Ersetzt dies die Endabnahme?
Nicht ganz. Es eignet sich am besten für die Einrichtung, für Prüfungen während des Produktionsprozesses und für die Prozesssteuerung. Für die Endkontrolle sind möglicherweise weiterhin spezielle Messgeräte erforderlich.
Wie kann ich herausfinden, ob es zu meiner CNC-Maschine passt?
Überprüfen Sie Ihre CNC-Steuerung, die Eingangssignale, die Abtastmakros, den Arbeitsbereich und die Anforderungen Ihrer Anwendung. Sie können sich auch an Qidu wenden, um Unterstützung zu erhalten.
Fazit
Der Funk-CNC-Tastsensor DRP40-P2 sorgt dafür, dass die Maschine nicht mehr raten muss, wo sich das Werkstück befindet.
Es ermöglicht eine schnellere Einrichtung, automatische Zentrierung, Winkelkorrektur und eine maschineninterne Maßprüfung. Außerdem hilft es dabei, Probleme zu erkennen, bevor sie zu Ausschuss führen.
Wenn Ihre Maschine noch immer in hohem Maße auf die manuelle Werkstückaufspannung angewiesen ist, könnte ein Funk-Tastsystem die richtige Aufrüstung für einen stabileren und effizienteren Bearbeitungsprozess sein.
